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FAQ

Brauche ich eine Genehmigung?

Jeder darf sich selber ein Sportboot (Kleinfahrzeug bis 20m Länge)
bauen. Die Wahl des Materials und der Form ist völlig freigestellt. Es
gibt auch keine TÜV-Untersuchung. Es muss lediglich die vorgeschriebene Beleuchtung führen, sowie manövrierfähig sein. Einen Bootsschein bzw. Flaggenzertifikat stellen die Wasser- und Schifffahrtsämter, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, oder ein Verband wie z. Bsp. der ADAC aus. Bei der Anmeldung  sind lediglich die Maße, Motornummer und zum
Teil ein Foto erforderlich. Außerdem muss man unter Umständen
nachweisen (durch Fotos, Rechnungen), daß man selbst gebaut hat, sonst
braucht man einen Kaufvertrag. Ab einer Verdrängung von 10 cbm muss das
Boot vermessen und beim Amtsgericht eingetragen werden. Verkaufen darf
man das Boot aber erst nach frühestens fünf Jahren, sonst muss man je
nach Fahrgebiet die CE-Normen erfüllen, weil dann gewerblicher Bau
unterstellt wird.

Brauche ich einen Führerschein?

Wenn das Sportboot (bis 15m!) mit mehr als 3,68kw motorisiert ist und
man damit fährt, braucht man einen Sportbootführerschein Binnen, bzw.
für Unterelbe und Küstengewässer den Sbf-See. Günstig lässt sich das nötige Wissen dafür in einem Kurs an einer Universität (auch für Nichtstudenten), oder an einer Volkshochschule machen. Den höchsten Spaßfaktor hat aber ein Kurs in Kombination mit dem Segelteil-A! Bei einem Wochenkurs Jollensegeln lernt man spielerisch sich auf dem Wasser zu bewegen und den Sportbootführerschein gibts am Ende dazu.

Tip: Wer vorhat, beide (Binnen und See) zu machen, sollte erst den
See-Schein machen, die praktische Binnenprüfung entfällt dann, da sie vom Inhalt praktisch gleich ist.

Kann ich mich polizeilich melden?

Jein! Seit einigen Jahren wird bei der Anmeldung kein Nachweis vom Vermieter mehr verlangt. Wenn das Hausboot eine Adresse hat, z. Bsp.:

Hausboot  “Aphrodite “, Marina Sonnenschein, Liegeplatz 69, Hafenstr.12, 12345 Kleinkleckersdorf,

sollte das Einwohnermeldeamt keine Probleme damit haben. Wie der Postbote reagiert bleibt abzuwarten.

Übrigens kann man sich für einmalige 20,-€ bei jedem Postamt ein Postfach einrichten lassen. Zumindest das Zustellproblem lässt sich damit einfach lösen.

Warum eigentlich aussteigen.de?

Weil ich 1997 vorhatte ein Forum über das Thema “Aussteigen”
einzurichten. Da ich aber schnell gemerkt habe, dass so eine Seite sehr
viel Zeit und Arbeit erfordert, ist das Projekt schnell wieder beendet
worden. Damals wollte ich auch tatsächlich immer nur weg. Ich dachte,
überall auf der Welt (vielleicht abgesehen von den USA), ist es besser
als in Deutschland. Nach vielen langen Reisen, ist mir nun bewusst, dass
ein erfülltes Leben nicht vom Ort abhängig ist. “Aussteigen” hat für
mich eher etwas mit Bewusstwerdung zu tun. Wo komm ich her, wo will ich
hin?

Wie komme ich an einen Liegeplatz?

Wegen dieser Frage gab es schon Firmenpleiten!!!

Neben der Finanzierung und der langjährigen Selbstmotivation ist das größte Problem das Finden eines Liegeplatzes.  Mit einem “Sportboot” ist dies eigentlich in jeder Marina möglich. Auch wenn das Wohnen dort oft nicht ausdrücklich erlaubt ist, so wird es doch meist geduldet.

Einen Liegeplatz für ein “Schwimmhaus” zu finden ist hierzulande eine echte Herausforderung. In Hamburg auf dem Eilbekkanal sind gerade die ersten offiziellen neuen Schwimmhäuser fertiggestellt worden. Der Weg dahin war ein langer. Neue Flächen werden aber nach und nach erschlossen und auch andere Städte folgen dem Hamburger Vorreitermodell. Die meiste Aktivität gibt es zur Zeit eher im Osten in den ehemaligen Braunkohlegebieten der Lausitz. Hier gibt es einen interessanten Artikel zur aktuellen Liegeplatzsituation in der FAZfinance.

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